Leopard3-Johanna

Naturtrüb Selbstverständnis

Wir verstehen uns als feministisches Kollektiv, das gemeinsam ein Magazin erarbeitet. Die Texterinnen* und Gestalterinnen* stammen aus diversen Disziplinen. Unsere künstlerischen und wissenschaftlichen Ausdrucksmittel reichen von Lyrik über Essays bis zu Illustrationen und gestalterischen Arbeiten. Wir möchten aus dieser Vielfalt und den verschiedenen Kompetenzen lernen und die Perspektiven der Frauen* wertschätzen und sichtbar machen. Das Schaffen von Öffentlichkeit für die Arbeit von Frauen* sehen wir dabei als politisches Ziel. Wir bilden ein Netzwerk, in dem wir uns über verschiedene Feminismen solidarisieren und von den Erfahrungen der anderen* profitieren.

Die gemeinsame Grundlage dabei findet sich in einer antirassistischen und antifaschistischen Haltung. Wir wenden uns gegen Antisemitismus und jegliche Form des Ausschlusses auf Grund körperlicher, religiöser, sexueller oder sozialer Merkmale. Wir erkennen den strukturellen und historischen Charakter von Diskriminierung an und wollen auf persönlicher wie gesellschaftlicher Ebene zu deren Bekämpfung beitragen.

Wir möchten einander einen Raum bieten um über Ideen, Interessen, Wünsche und Wut in Austausch zu kommen. Gemeinsam suchen wir nach Formen, diese in den Beiträgen zu verarbeiten. Die Arbeit am Magazin und das Zusammenwirken im Kollektiv bietet so die Möglichkeit zu einem gegenseitigen Empowerment.

Unsere demokratische und hierarchiearme Organisationsstruktur spiegelt sich auch im Miteinander: Das gemeinsame Gestalten und Weiterdenken, eine solidarische Verteilung von Auf-gaben und Verantwortung stehen dabei im Vordergrund. Die Beiträge sind an diese Strukturen gekoppelt und durchlaufen eine Entwicklung, die unsere ästhetische und inhaltliche Qualität und Expertise wiederspiegelt. Jeder Beitrag wird gemeinsam besprochen, sodass die Autorin* sich von den Blickwinkeln der anderen inspirieren lassen kann. Manchmal haben wir dabei auch Spaß.

Mit unserem Magazin möchten wir alle Menschen erreichen, die sich für Kunst, Feminismus oder das Thema der Ausgabe interessieren. Deshalb versuchen wir unsere Beiträge auch so zu formulieren, dass sie für alle zugänglich sein können, auch wenn es um komplexe Themen geht. (Da das manchmal gar nicht so einfach ist, haben wir z.B. ein Glossar, in dem Fachbegriffe nachgelesen werden können.) So hoffen wir auch die Blickwinkel unserer Leser*innen bereichern zu können.